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Laiendefibrillator

Der Laiendefi: Schnelle Hilfe durch medizinische Laien

Als Laiendefi bezeichnet man Defibrillatoren, die speziell für die Anwendung durch medizinische Laien konzipiert sind. Neben Privathaushalten findet man sie mittlerweile häufig auch an öffentlichen Plätzen, zum Beispiel in Bahnhöfen, Behörden oder Fußballstadien. Sie sollen verhindern, dass im Falle eines lebensbedrohlichen Kammerflimmerns zu viel Zeit bis zur Behandlung verstreicht – bereits zehn Minuten nach Einsetzen des Kammerflimmerns ist die Überlebenschance des Betroffenen nur noch marginal vorhanden.

Das Funktionsprinzip des Laiendefis

Einen Laiendefi bezeichnet man in der Fachsprache als automatisierten externen Defibrillator (AED). Diese Bezeichnung trägt er, weil der Laienhelfer, der ihn anwendet, durch das Gerät so angeleitet wird, dass dabei nichts schiefgehen kann. Wird ein Mensch bewusstlos und man befürchtet ein Kammerflimmern, funktioniert die Anwendung folgendermaßen:

  • Der Ersthelfer holt den Laiendefi aus seiner Verpackung. Das Gerät aktiviert sich automatisch und gibt entweder durch eine Ansage oder durch ein Display Anweisungen für die korrekte Verwendung.
  • Zwei Klebeelektroden werden so auf der Brust angelegt, dass dazwischen das Herz liegt, einmal unter dem rechten Schlüsselbein und einmal unter der linken Achselhöhle.
  • Der AED ermittelt automatisch, ob ein Herzrasen oder ein Kammerflimmern vorliegt.
  • Handelt es sich um einen vollautomatischen AED, so gibt er nun automatisch den notwendigen Elektroschock ab. Bei einem halbautomatischen Laiendefi muss der Ersthelfer durch eine Schocktaste selbst den Elektroimpuls auslösen.
  • Die Freigabe des Elektroimpulses erfolgt nicht, wenn kein therapierbarer Zustand erkannt wird. Eine Schädigung des Behandelten ist somit nicht möglich.

Es gibt auch Geräte, die über diese Funktionen hinaus auch Anweisungen für die Herz-Lungen-Wiederbelebung, also für die Herzdruckmassage und die Beatmung, geben.

Erfolge mit Laiendefis

In Deutschland ist die Anwendung von Laiendefis noch wenig bekannt, weshalb sie seit 2011 in Ersthelferkursen vorgestellt werden. Die möglichen Erfolge zeigen die Ergebnisse aus den USA, wo sich AEDs bereits deutlich stärker verbreitet haben. In Deutschland überleben nur rund 2 Prozent der etwa 160.000 Fälle pro Jahr. In den USA gibt es durchschnittlich 5 Prozent Überlebende. In Regionen, in denen der Einsatz von Laiendefis sehr verbreitet ist (z. B. in großen Städten), können jedoch Überlebensquoten von bis zu 74 Prozent gemessen werden.

Wann sich der Einsatz von Laiendefis lohnt

Als besonders lohnenswert wird der Einsatz überall dort angesehen, wo sehr viele Menschen zusammenkommen. An öffentlichen Plätzen und in Gebäuden wie U-Bahnhöfen oder Spotarenen sieht man die Geräte deshalb besonders häufig. Da sich allerdings die Mehrzahl der plötzlichen Herzstillstände zuhause in den eigenen vier Wänden ereignet, schaffen sich auch immer mehr Privatpersonen einen eigenen Laiendefi an, der ihnen im Notfall das Leben retten kann. Die Geräte haben nämlich diese Vorteile:

  • keine gesundheitliche Gefahr für den Behandelten, falls kein Kammerflimmern vorliegt
  • besonders einfache Anwendung, auch durch Laien
  • Einsatz ist auch für Laien durch den rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB gerechtfertigt
  • keine Wartung erforderlich
  • Geräte sind stets einsatzbereit, Fehlfunktionen werden durch ein akustisches Signal bekanntgegeben
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